Über uns
Die Geschichte des AFC Universe Frankfurt e.V.
Eigentlich begann die Geschichte von Frankfurt Universe bereits 1991. In Deutschland gab es seit dieser Zeit in der World League of American Football, der WLAF, erstmals professionellen Football zu sehen. Die Frankfurter Mannschaft trug den Namen Galaxy und zog Tausende in ihren Bann. Nach zwei Jahren entschied sich die National Football League NFL als Betreiber der Liga zu einer Pause und verärgerte erstmals zahlreiche Fans der Sportart.
1994 wurde die Liga als NFL Europe NFLE wiederbelebt. Bis 2006 gab es danach viele Veränderungen, Konzepte und oftmals wechselnde Mannschaften. Ende 2006 blieben schließlich die Hamburg Sea Devils, Cologne Centurions, Amsterdam Admirals, Berlin Thunder, Düsseldorf Rhein Fire und Gründungsmitglied Frankfurt Galaxy übrig, die im selben Jahr zum vierten Mal den World Bowl gewinnt.
Eine Saison später wird die Liga in NFL Europa umbenannt und geht mit den selben sechs Teams wie im Vorjahr in die letzte Spielzeit. Diesmal hatte Hamburg die Nase vorne und sicherte sich in einem spannenden Finale am 23.Juni 2007 in der Frankfurter Commerzbank Arena den Titel. Schon am Spielabend häuften sich damals die Gerüchte, es könnte des letzte World Bowl in der noch jungen Geschichte der NFL Europa sein.
Am 29. Juni ruft Uwe Bergheim, der erst knapp ein Jahr im Amt befindliche Chef der NFLE, eine Telefonpressekonferenz ein. Hier teilt er mit, dass die Eigner der Liga beschlossen haben, den Spielbetrieb aus Kostengründen einzustellen. Ein Schlag ins Gesicht der Football-Fans in Deutschland... Enttäuschung und Frust machen sich breit, die Emotionen kochen hoch, viele bittere Tränen werden vergossen. Die Liga ist trotz Zusammenhalt der Fans Geschichte.
Einige Galaxy-Fans wollen trotz Skepsis anderer ehemaliger Anhänger versuchen, die Fankultur, die sich seit 1991entwickelte, aufrecht zu erhalten. Sie suchen zahlreiche Gespräche mit anderen Fans, sowie Offiziellen. Das Ergebnis: Der Verein AFC Universe Frankfurt wird am 18. Juli 2007 gegründet.
Die Ziele sind von Anfang an klar: Die Fankultur soll erhalten bleiben und die Fans der Frankfurt Galaxy zusammengehalten werden. Wie soll das funktionieren? Nach reiflichen Überlegungen wird die Gründung eines eigenen Teams geplant, das in lila-orange in den deutschen Ligen antreten soll. Inklusive Power Party, Shows und Cheerleadern. Eine Herausforderung, die allerdings innerhalb kürzester Zeit einige hundert Befürworter findet, die als Mitglieder des Vereins bereit sind, sich auch finanziell zu beteiligen.
Der Vorstand ist gebildet, Namen wie Daniel Benetka oder Martin Latka stehen auf der Liste. Aus den Reihen der Fans sind auch einige Bekannte von Anfang an dabei. Der Erfinder der Choreos, Stefan „Sandhas“ Neudecker, ebenso wie die Vorsitzenden einiger Galaxy-Fanclubs sowie Vertreter der virtuellen Galaxy-Welt glauben an den Erfolg der Idee. Schnell folgen weitere Befürworter wie Ralf Kleinmann, Dr. Raussen und andere. Selbst Galaxy-Wide Receiver Aaron Hosack unterstützte die Projektidee. Zahlreiche Veranstaltungen zur Bewerbung des Projektes und zur Planung folgen. Jeweils ein Stand auf dem Museumsuferfest sowie auf dem Stadtteilfest im Gallus präsentierten den AFC Universe Frankfurt dem breiten Publikum. Als vorläufiges Highlight findet am 15. September 2007 in Lampertheim statt: Während der Galaxy-Rocknight feiern mehr als 300 begeisterte Football-Fans.
Am 11. Mai 2008 steht das erste Punktespiel der „neuen“ Men in Purple in der Landesliga Mitte an. Ralf Kleinmann macht den ersten Kick-Off der noch jungen Universe-Geschichte, Daniel Benetka ist zu Gast, Slawomir Rybarczyk steht als Coach an der Sideline und Martin Latka in lila auf dem Feld. Die Fans sind begeistert, obwohl das Spiel gegen Aufstiegsfavorit mit 7:31 verlorengeht. Nachdem das Vorbereitungsspiel gegen Augsburg gewonnen wurde, mussten die Spieler um Head Coach Markus Grahn eine erste Niederlage einstecken. Gießen wird schon diesem Zeitpunkt als neues „Fire“-Team angesehen; als Erzrivale.
Die Heimspiele finden jeweils vor 1500 Zuschauern im Ginnheimer Niddapark statt. Das Gelände des SV Blau Gelb e.V. platzt dabei (fast) aus allen Nähten. Die benachbarten Kleingärtner erleben eine neue Welt und der Galaxy-Stadionsprecher Steffen Popp bleibt dem lila Traum treu und moderiert alle Game Days von Universe. Der weitere Verlauf der Saison zeigt, dass im Team deutlich mehr steckt als es beim 7:31 gegen Gießen zeigte. So gewann Universe mit 61:8 gegen die Rhein Main Firehawks, zu denen sich schon nach dem ersten Spiel eine tiefe Fanfreundschaft entwickelt, so dass seitdem immer wieder zahlreiche lila Fans das Stadion der Firehawks füllen. Schon beim ersten Besuch erhielt beispielsweise Universe-Fotograf Lucky Chiriac die Aufgabe, die Anzeigetafel der Münsterer zu bedienen.
Das Rückspiel in Gießen wurde unter großem Jubel nach Punkten gewonnen, aber kurze Zeit später folgte die Ernüchterung: Der Vergleich wurde mit 20:0 für Gießen gewertet, da laut Ligaleitung ein Regelverstoß beim Spielereinsatz begannen wurde. Ein langer Streit mit dem Footballverband begann… Unbeirrt von diesen Vorkommnissen kämpften die Frankfurter weiter und gewannen alle noch ausstehenden Spiele. Am 16. August erwischten die Lilanen jedoch einen rabenschwarzen Tag und verloren das Finale um den Aufstieg in die vierte Liga in Gießen mit 13:28.
Die Fans und Verantwortlichen hatten sich schon damit abgefunden, dass es wohl einen zweiten Anlauf aus der Landesliga in die Oberliga geben musste, als die erlösende Nachricht eintraf: Aufgrund des Rückzuges einer Mannschaft stieg auch der Zweitplatzierte der Landesliga auf. Die Mission“ Uffstiesch, Baby“ war damit perfekt. Universe würde 2009 in der Oberliga Mitte spielen.
Der German Bowl in der Frankfurter Commerzbank Arena stand an und Universe ließ es sich nicht nehmen, sich vor Ort zu präsentieren. Schnell werden Freundschaften unter den Kielern und den Frankfurtern geknüpft, so dass nahezu die ganze Tribüne die Grünen aus Kiel anfeuerten. Ein spontanes Grillfest nach dem Spiel dürfte vielen Fans in guter Erinnerung bleiben.
Hochmotiviert startete das Universe-Team in die Trainingsvorbereitung 2009 in der Oberliga. Zahlreiche neue Spieler meldeten ihr Interesse an und wurden auch ins Team aufgenommen. Neue Coaches sorgten ebenso für ein noch professionelleres Umfeld. Universe schlug im ersten Spiel Heiligenstein zuhause mit 44:8 und gewann alle weiteren Spiele bis zum Erreichen der „perfect season“, darunter auch zwei Spiele gegen Gießen. Ausgerechnet in gegnerischem Stadion feierten die Men in Purple ihre Aufstiegsfeier, denn bereits einen Spieltag vor Schluss stand fest: Universe würde erneut aufsteigen.
Mit einer Party bis spät in die Nacht feierten die Fans und die Mannschaft diesen riesigen Erfolg. 2010 steht nun die erste Saison in der dritten Liga an, in der Regionalliga Mitte. Nach Wunsch der Fans die letzte Spielzeit, bevor der Name Frankfurt Universe immer enger mit dem Begriff German Football League verbunden sein wird.
To be continued…
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